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Von Zermatt nach Verbier

Von Zermatt nach Verbier

Gebirgsjäger stellen sich mit drei Mannschaften der Patrouille des Glaciers

Alle zwei Jahre richtet die Schweizer Armee das größte Rennen im Skibergsteigen der Welt, die Patrouille des Glaciers (PDG), aus. Ursprünglich 1943 erstmalig als reine militärische Mobilmachungsübung geplant und durchgeführt, bei der 8 Patrouillen starteten, ist die PDG mittlerweile zu einem Rennen mit etwa 1600 Teams aufgewachsen. Heute starten dabei militärische Trupps, wie auch zivile Rennteilnehmer, jeweils in Dreierteams. Von den 4800 Teilnehmern gingen auch dieses Jahr knapp die Hälfte auf die lange Distanz von Zermatt über Arolla nach Verbier. Die Herausforderung liegt hier bei der Bewältigung von 4250 Höhenmeter im Aufstieg und einer Strecke von 53 Kilometern Luftlinie.  Die kürzere, in etwa halbe Strecke, von Arolla bis Verbier ist aber auch kein Zuckerschlecken. Fordert diese den Skibergsteigern immer noch ca. 2000 Höhenmeter und 23 Kilometer ab.

Um die große Teilnehmerzahl sicher über die Strecke zu bringen wird die PDG mit Startzeiten von Dienstag auf Mittwoch und von Freitag auf Samstag ausgetragen. Das Hauptfeld startete, wie jedes Jahr zum Wochenende, Freitag den 20 April 2018, mit einem ersten Startblock um 21:00 Uhr und einem letzten Startschuss der „Elite-Läufer“ um 02:00 Uhr. Wegen der warmen Temperaturen wurden in diesem Jahr die Startzeiten zur Sicherheit der Läufer, angesichts der im Tagesverlauf ansteigenden Lawinengefahr, jeweils um eine Stunde vorverlegt. Gleichzeitig musste wegen der außergewöhnlichen Schneemassen im ersten Abschnitt eine Anpassung der Strecke erfolgen, die im Durchschnitt von Zermatt bis nach Staffel 18 Minuten länger dauerte als in den Jahren zuvor. Dennoch, die Verhältnisse waren gut und sehr schnell. So konnte der Rekord der Männer von 2010 auf der langen Distanz mit einer Zeit von 5,35 Stunden durch ein italienisches Team geschlagen werden. Auch die Damen stellten mit einer schweizerisch-französischen Patrouille eine neue Bestzeit mit 7,15 Stunden auf.

Die Bundeswehr entsendete aus der Gebirgsjägerbrigade 23 und dem Ausbildungsstützpunkt für Gebirgs- und Winterkampf 7 Heeresbergführer, sowie die Skibergsteiger Sepp Huber und Thomas Trainer. Trotz einer Top-Zeit von 7,40 Stunden musste sich die Mannschaft 1 der Bundeswehr im Militär-Classement mit einem 4 Platz zufrieden geben. Team 2 erfreute sich mit einem Finish nach 8,49 Stunden. Auch Mannschaft 3 kam trotz eines Skibruchs noch mit einer Zeit von 10,19 Stunden ins Ziel. Oberst Sembritzki, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, zeigte sich über die Leistungen seiner Soldaten ausgesprochen zufrieden, insbesondere, weil ein Großteil seiner Athleten im Alltag mit ganz anderen Aufgaben betraut ist und zum Teil durch Militäreinsätze im Ausland auf kein optimales Training haben aufbauen können. Der Kreis der Wettkämpfer verabschiedete sich nach dem Rennen in Verbier von ihrem langjährigen Chef-Betreuer Oberstabsfeldwebel Gerhard Kaiser aus Mittenwald, der seit 1988 zunächst über viele Jahre als Wettkämpfer und dann als Betreuer an der PDG teilnahm und im Herbst in den Ruhestand gehen wird. Bei der Siegerehrung in Verbier, bedankte sich Colonel Max Contesse, Kommandant der Patrouille des Glacier noch einmal ausdrücklich für die Unterstützung des Wettkampfes durch deutsche, österreichische, französische sowie italienische Hochgebirgssoldaten, die der Schweizer Armee bei der Präparation der Strecke, dem Aufbau und Betrieb von Kontroll- und Versorgungsstellen sowie Begleitung des Wettkampfes an der Strecke zu Seite standen.

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